Rückentrainingstherapie
Rückenschmerzen gehören zu den medizinischen Phänomenen, mit denen nahezu jedermann im Laufe seines Lebens konfrontiert wird. Sie beeinträchtigen Gesundheit, Leistungsfähigkeit, persönliches Wohlbefinden und Lebensqualität.
Unter Leitung des Forschungs- und Präventionszentrums Köln (FPZ) zur Analyse und Optimierung der Funktion von Wirbelsäule und Bewegungsapparat wurde seit 1990 ein neues Aufbauprogramm zur Verbesserung des Funktionszustandes der Wirbelsäule entwickelt : Die integrierte funktionelle Rückenschmerztherapie (FPZ Konzept).
Das FPZ Konzept gilt heute in Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft als vorbildlich und richtungsweisend. Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, können von diesem intelligenten Aufbauprogramm in einzigartiger Weise profitieren. Wir Orthopäden der Gemeinschaftspraxis betreuen unsere Rückenschmerzpatienten als Kooperationsärzte in der REHA KINETIK, das Zentrum für die Wirbelsäule, in unserem Hause, wo das FPZ Konzept unter unserer ärztlichen Kontrolle durchgeführt wird.
Hauptinhalte dieser methodisch standardisierten Rückenaufbauprogramme sind:
- Progressives dynamisches Krafttraining der Strecker, Beuger, Rotations- und
Seitwärtsneigungsmuskulatur von Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule an
speziell hierfür entwickelten mechanischen Trainingsgeräten mit variablem
Widerstand.
- Funktionsgymnastik zur Mobilisierung der Wirbelsäule, zur Dehnung der Hüft-,
Rumpf-, Nacken- und Halsmuskulatur sowie zur Kräftigung der Rumpf-, Nacken-
und Halsmuskulatur.
- Hinweise bzw. Erlernen von wirbelsäulengerechtem Verhalten sowie wirbel-
säulenschonenden Bewegungstechniken.
- Techniken zur mechanischen Entlastung der Wirbelsäule und zur Entspannung
der wirbelsäulensichernden Muskelgruppen.
- die Erkenntnisse einer vor Therapiebeginn durchgeführten biomechanischen
Funktionsanalyse der Wirbelsäule und der Einsatz modernster biomechanischer
und trainingswissenschaftlichen Methoden gewährleistet damit eine maximale
Individualisierung und optimale Steuerung des Trainingsprozesses.
Das FPZ Konzept gliedert sich in 3 Stufen, die systematisch aufeinander aufbauen:
- die Analyse
- das Aufbauprogramm
- das weiterführende Muskelerhaltungsprogramm.
Zunächst wird eine biomechanische Funktionsanalyse der gesamten wirbelsäulenumgreifenden Muskulatur und zwar in allen 3 Funktionsebenen Beugung/Streckung, Rechts/Linksrotation und Rechts/Linksneigung sowohl an Halswirbelsäule wie Brust- und Lendenwirbelsäule durchgeführt. Auf der Basis der Analyseergebnisse wird für jeden Patienten dann ein maßgeschneidertes individuelles Therapieprogramm entwickelt. Dieses umfasst in der Regel bei ausgeprägtem Dekonditionierungsstadium 24 Therapieeinheiten a 60 Minuten, bei leichteren muskulären Defiziten 10 Therapieeinheiten a 60 Minuten. Regelmäßige Folgeanalysen dokumentieren die Fortschritte und ermöglichen die kontinuierliche Optimierung der Therapie. Alle Therapiemaßnahmen werden unter intensiver individueller Betreuung durch menschlich und fachlich kompetente Physiotherapeuten mit spezieller Trainingszusatzqualifikation und Weiterbildung durchgeführt.
Dieses einzigartige Betreuungskonzept garantiert ein Maximum an Wirksamkeit, individueller Betreuung und Sicherheit bei einem Minimum an Zeitaufwand für den Rückenschmerzpatienten.
Nach Abschluß der Therapieeinheiten erfolgt die Abschlussanalyse, ein weiterführendes Programm alle 7 bis 10 Tage wird zur Erhaltung der Trainingsergebnisse empfohlen.
Wirksamkeit des FPZ Konzeptes
Teilnehmer am FPZ Konzept profitieren gesundheitlich in vielfältigster Weise unabhängig von Geschlecht und Alter. Kraft und Leistungsfähigkeit der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur erhöhen sich in 3 Monaten um durchschnittlich 30%, Beweglichkeit von Rumpf und Halswirbelsäule vergrößert sich in allen Bewegungsebenen im Mittel um 7-8 Grad. 91% aller muskulären Dysbalancen und Asymmetrien lassen sich innerhalb von 6 Monaten vollständig beseitigen.
Die vorhandenen Rücken- und Nackenschmerzen verbessern sich bei 93,5% aller Patienten, durchschnittlich jeder Zweite erlangt völlige Beschwerdefreiheit. Die Lebensqualität steigert sich um durchschnittlich 22%, die Anzahl der Arztbesuche wegen Rückenschmerzen, die Inanspruchnahme von Krankengymnastik sowie der Gebrauch von Medikamenten reduzieren sich jeweils deutlich um mehr als 50%.
Teilnahmemöglichkeiten am
FPZ Konzept
Führende Private Krankenversicherungen wie Deutsche Krankenversicherung (DKV), Deutscher Ring, Gothaer Versicherung und Victoria Versicherung propagieren als Therapiemaßnahme für ihre Rückenschmerzpatienten speziell das FPZ Konzept. Jedoch auch alle übrigen Privaten Krankenkassen finanzieren ihren Versicherten die FPZ Trainingstherapie.
Auch einige Gesetzliche Krankenkassen ermöglichen ihren Versicherten die Teilnahme am FPZ Konzept, wobei hier insbesondere die Betriebskrankenkassen den Nutzen für ihre Versicherten erkannt haben. Auf Anfrage bezahlen zahlreiche Betriebskrankenkassen ihren Versicherten die Teilnahme an diesem Konzept.
Seit 2005 wurden in Deutschland die sogenannten integrierten Versorgungskonzepte etabliert mit dem Ziel, eine Chronifizierung der Rückenschmerzpatienten zu vermeiden. Führend in der integrierten Versorgung von Rückenschmerzpatienten ist die Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse (GEK), die im Rahmen der 2. Stufe des IV Konzeptes ihren Versicherten die kostenlose Teilnahme am FPZ Konzept ermöglicht. Aber auch die KEH Ersatzkasse, die HZK sowie die Hamburg Münchner Krankenkasse ermöglichen ihren Rückenschmerzpatienten die Teilnahme am FPZ Konzept. Unser Praxisteam erteilt Ihnen gerne Auskunft, ebenso die REHA KINETIK, www.reha-kinetik.de, Tel.: 06241-28190, welche Krankenkassen die von uns angebotenen Leistungen übernehmen.
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